KONOTOP-Kunsttherapie-Projekt/ Ukraine

Kunsttherapie-Projekt/Konotop von Margarete Brugger

Ausstellung:


TRANSart Summerschool Konotop
 

"Impressionen wie aus Zeiten von
Kasimir Malewich"

06. Dezember 2019

Arkaden Galerie Herz-Jesu-Kirche, Graz

für Details bitte Link oder

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Ausstellung Konotop-Projekt

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ÖSTERREICHISCH-UKRAINISCHES KULTURJAHR 2019

 Projekt „TRANS art and ARTtherapy Summerschool 2019, Konotop“

 

Vorgeschichte:

 

Während eines Auslandsprojektes in der Ukraine (Konotop) durch die GHD , Meduni Graz im September 2017 in Zusammenarbeit mit dem ukrainischen humanitären Verein VIDEN, wurden neben medizinischen Notfallkursen für Schüler und Lehrer auch vier kunsttherapeutische Workshops mit dem Thema Verlust und Trauma bei Kindern und Jugendlichen für insgesamt 35 PsychologInnen und LehrerInnen von Dr. Brugger Margarethe abgehalten. Daraufhin hat der Verein „VIDEN“ angefragt,  weitere Schulungen dieser Art für PsychologInnen anzubieten, da gerade in dieser Region die Kriegstraumata allgegenwärtig sind. Im Zuge der Projektidee, eine „ARTtherapy Summerschool Konotop“ zu gründen hat sich Idee die Kunsttherapie mit Kunstprojekten zu verbinden dazugesellt.

Der Bedarf an Aufmerksamkeit für diese Region auch innerhalb der Ukraine veranlasste mich, auch eine Ausstellung in Konotop und eine weitere in Zusammenarbeit mit dem österreichischen Kulturforum in Kiew zu ermöglichen.

 

Derzeitige Situation der östlichen Regionen der Ukraine:

 

Seit 2014 sind die Regionen : Oblast Luhansk und Donezk von russischen Soldaten besetzt. In dieser Zone gilt das Kriegsrecht. Im Jahre 2015 gab es mehr als eine Million Binnenflüchtlinge(UNHCR), welche in den Nachbarregionen Schutz suchten. Viele sind ohne Hab und Gut, zum Teil fast ohne Gewand in Konotop angelangt. Seit dieser Zeit versuchen die Menschen in Konotop mittels Spenden die Flüchlingsfamilien und Kinder zu helfen. Der Verein VIDEN hat es sich zu Aufgabe gemacht auch diesen Familien mit der Unterstützung aus Österreichischen karitativen Vereinen zu helfen. Da sehr viele unter dem allgegenwärtigen Krieg unter den traumatischen Erlebnissen leiden, ist es uns ein Anliegen die dortigen Helfer zu unterstützen, indem wir kunsttherapeutische Methoden vermitteln , die gerade auch bei psychischem Trauma heilend einwirken.

 

Projektbeschreibung:

 

Die Idee war einerseits nachhaltig zu helfen und verknüpfend ein soziokulturelles Projekt anzubieten: den Verantwortlichen die Möglichkeit anzubieten, traumatherapeutische Kunsttherapie- Methoden zu erlernen und andererseits Jugendliche in ein Kunstprojekt miteinzubeziehen; die entstandenen Kunstwerke sollen national und international in der Öffentlichkeit präsentiert werden durch die Zusammenarbeit mit dem Verein ARTMINE und SEE THE BIG PICTURE.(https://see-the-big-picture.com/)

 

Umsetzung:

 

Um auch junge talentierte aber sozial benachteiligte Künstler vor Ort anzusprechen und mit einzubinden, konnte in der „ TRANSart Summerschool“, welche parallel zur „ARTtherapy Summerschool“ stattfand, die bekannte Grazer Künstlerin Veronika Dreier Kunstwerke mit 7 jungen Künstlern erarbeiten. Die entstandenen künstlerischen Werke wurden gemeinsam mit Kunstwerken vom Verein „See the big picture“ in Konotop (technische Hochschule) und in Kiew (MasterKlass) ausgestellt. Die Kunstwerke (Acryl auf Leinwand) wurden von den jungen Künstlern an der Ausstellungseröffnung selbst präsentiert. Es war ihre erste Ausstellung.

 

 

Derzeit im Programm des Österreichischen-Ukrainischen Kulturjahres 2019 zu finden:

 

http://austriaukraine2019.com/de/veranstaltungen/

 

Es wurden über 30 Teilnehmer eingeladen, welche in der Kunstschule vor Ort zusammenkamen. Da die Sommerferien im Juni beginnen und der 1. Juni als Tag des Kindes gefeiert wird, haben wir den Zeitraum vom 1.-10. Juni als hervorragende Zeit betrachtet, um dieses Projekt zu realisieren.

 

Ziel und Zweck:

 

Da die Region Sumy, vor allem die Stadt Konotop einer der ersten Anlaufstellen für Binnenflüchtlinge aus der Region Donbas und Luhansk sind, erachtete ich es für sinnvoll, in der Zukunft weitere Schulungen über traumaspezifische Methoden in der Kunsttherapie anzubieten. In einer der größeren Schulen in Konotop wurden von Lehrern und Lehrerinnen auf freiwilliger Basis verschiedene Nachmittagsclubs erschaffen (für Sport, Sprachen, Philosophie, Musik usw.), um die Jugendlichen so gut als möglich zu fördern. Der Enthusiasmus und das Engagement der PsychologInnen und LehrerInnen Veränderungen und Verbesserungen zu ermöglichen sind enorm. Somit ist es unser Ziel mit diesem Projekt langfristig eine Kooperation zu erschaffen, die der Gesunderhaltung, das soziale Miteinander und der Kunst dient.

 

Nachhaltigkeit:

 

Die Voraussetzung von Nachhaltigkeit sind psychische und physische Stabilität, um neue Beziehungen und Kontakte zu knüpfen, eine neue Orientierung nach traumatischen Erlebnissen zu finden. Mit diesem Projekt vermitteln wir kunsttherapeutische Methoden, welche bei Trauma und Stress sinnvoll angewendet werden und zur Stabilisierung, Neuorientierung und gesunden Entwicklung von Kindern und Jugendlichen beitragen. Gleichzeitig integrieren wir junge KünstlerInnen und SchülerInnen aus Konotop mit dem Projekt TRANSart Summerschool.

Projektleitung Ukraine/Konotop Svetlana Shut (Humanitärer Verein „Viden“)

Übersetzerinnen: Olena Harachenko, Olessia Cudak, Anna Danilova

Projektleitung Österreich: Margarethe Brugger (Ärztin für Allgemeinmedizin und dipl. Kunsttherapeutin) www.med-art-dr-brugger.com

Co-Partner Kunsttherapie: Sabine Baumgartner (Dipl. ganzheitliche Kunsttherapeutin) https://www.kunsttherapie.me

Desmond Doyle (Musiker und Leiter von „ See the big picture“)

www.see-the-big-picture.com

Veronika Dreier (Künstlerin und Menschenrechtspreisträgerin des Landes Steiermark) http://kultur.graz.at/v/dreier.veronika.html

Österreichisches Kulturforum Kiew: Österreichisch-Ukrainisches Kulturjahr 2019 Dr. Ulf Hausbrandt

https://www.bmeia.gv.at/europa-aussenpolitik/auslandskultur/kulturforen/kulturforum-kiew/

 

Sponsoren: Welthaus Graz (Agnes Truger) Land Steiermark. Abteilung Kultur, Europa und Aussenbeziehungen.

Österreichische Gesellschaft 

für Kunst und Medizin

 

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